Arbeiten und gleichzeitig ein kleines Kind zu Hause – Wir haben ein paar mögliche Alternativen für dich zusammengestellt

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Wer kennt es nicht, vor allem jetzt in der Corona Zeit. Man möchte sowohl der Arbeit, als auch dem Kind gerecht werden, hat aber auf der einen Seite mit Vorbehalten im Unternehmen und auf der anderen Seite mit fehlender Kinderbetreuung zu tun. Nicht jeder hat einen toleranten Chef mit entsprechend familienfreundlichem Mindset oder eine helfende Familie in der Nähe. Und schon ist er hin, der Wunsch nach Vereinbarkeit. Die Frau bleibt daheim und arbeitet reduziert oder über einen längeren Zeitraum eben gar nicht. Klingt plakativ, ist aber leider statistisch belegt. Ist das nun die Lösung mit der alle auch langfristig zufrieden sind? Wollen wir das als Gesellschaft und moderne Familie? Haben wir uns das so tatsächlich vorgestellt, als wir studierten und die ersten Karriereschritte gingen?

Uns geht es hier heute nicht um die großen familien-politischen Themen oder ob Familie ein privat-wirtschaftlicher Totalschaden ist oder dass der Gründergeist durch fehlende Kinderbetreuung brach liegt. Dafür gibt es andere Plattformen.

Uns geht es heute darum, im kleinen ein paar Lösungen aufzuzeigen. Damit man sich nicht zwischen der Arbeit und der Familie entscheiden muss, weil beides wichtig ist. Für Mütter und Väter. Ohne im Mental Load zu landen.

ein Mädchen legt auf ihrem Vater während der Vater arbeitet in seinem Laptop
Bild von Ketut Subiyanto, pexels.com

Lösungen vom Arbeitgeber

Fragt bei eurem Arbeitgeber nach. Auch die Väter. Vor allem, wenn noch Elternzeit besteht, unbedingt im Kontakt bleiben und rechtzeitig(!) nachfragen, was es für Möglichkeiten für Eltern gibt. Von alleine wird euch keiner die Lösung anbieten. Und Fragen kostet ja bekanntlich nichts. Ihr eigentlich nur gewinnen. Denn viele Arbeitgeber haben Mitarbeiterprogramme oder können gar einen Zuschuss zur Kinderbetreuung steuerlich geltend machen. Ideal wäre eine individuelle Lösung, die regelmäßig an die Situation angepasst werden kann. Traut euch oder holt euch ggf. Unterstützung vom Experten bei den Gesprächen.

Lösungen im Familienrat

Grundsätzliches klären:
Redet miteinander um eine faire Arbeitsteilung. Strutur und Kommunikation sind enorm wichtig! Möglichst schon vor der Geburt des Kindes, um nicht in alte Rollen zu fallen.

Wöchentlich Details klären:
Im Homeoffice gilt, klare Trennung zwischen Arbeitsfenstern und Bespaßung. Möglichst in separaten Bereichen der Wohnung oder außerhalb (z.B. im Coworking Space oder am Büro-Tag). Abwechselnd mit dem Partner oder Freunden. Für Alleinerziehende natürlich deutlich schwieriger umsetzbar. Aber auch die Großeltern oder Freunde können in das Betreuungsdorf integriert werden. Schaut in eurem Umfeld, z.B. nach einem Großelterndienst.

It needs a village to raise a child...

Online Lösungen für daheim mit Betreuung

Ergänzend zum Homeoffice kann auch eine digitale Kinderbetreuung eine Lösung für mittelgroße Kinder sein. Besser als Bildungsfernsehen oder Youtube. Auch oftmals von den Unternehmen bezahlt und unterstützt bei 1-3 Stunden mit Spaßfaktor, ohne das Zuhause zu verlassen. Meist kümmern sich erfahrene Coaches mit konkreten Aufgaben um eine kleine Gruppe Kinder.

ein kinder vor dem Tablet
Bild von Julia M Cameron, pexels.com

Online Lösungen generell ohne Betreuung

Es gibt natürlich noch viele andere Programme, wie Tutorials oder Workshops, welche auf verschiedene Interessen abziehlen. Bei nebenan.de finden sich Nachbarn im allgemeinen zusammen. Sehr hilfreich kann die mello-App sein, wo man sich mit Eltern aus der Nachbarschaft austauschen kann und z.B. Spieledates verabredet.

Klassische externe Lösungen, wenn keine Kita vorhanden ist

Einen Babysitter (kurze Betreuung) oder eine Nanny (langfristiger) zu nehmen, die im Idealfall auch auf den Spielplatz gehen kann, ist die naheliegendste der externen Lösungen, wenn die o.g. Optionen nicht funktionieren oder ausreichend sind. Oftmals verbunden mit nervender Suche, Casting und stetem Wechsel, wenn man nicht über professionelle Agenturen geht. Letzteres ist zu empfehlen und deutlich fairer, da so nicht nur die Qualität deutlich besser ist, keine Schwarzarbeit stattfindet und die Betreuer auch versichert sind (Haftpflicht, Krankenkasse, Rente…).

2 kinder spielen mit Bausteine
Bild von Marisa Howenstine, unsplash.com

Alternative externe Lösung bis zum Kitabeginn

Hast du schon einmal etwas von Coworking mit Kind gehört? Solche Coworking Spaces haben einen angegliederten Kinderbereich, die getrennt sind von den Arbeitsplätzen, Meetingraum etc. Man kann also sowohl professionell arbeiten, als auch seine Kinder in liebevollen Händen in der Nähe wissen. Und das ist meist schon ab 1-2 Stunden buchbar. Es gibt ein sicheres Umfeld und viel Spaß für die Kinder. Sie gewöhnen sich an Fremdbetreuung bei gleichzeitiger Gruppensozialisierung.
Die Kosten können entweder vom Arbeitgeber (zumindest teilweise) übernommen werden (mindestens 150€) und/oder steuerlich geltend gemacht werden – sowohl Coworking (100%) als auch Kinderbetreuung (bis 4000€/ Jahr).

TIPP: Das Jugendamt übernimmt meist die Kosten für die Kinderbetreuung, wenn die Kleinen über ein Jahr alt sind und kein Kitaplatz vorliegt.

FAZIT: Mit etwas Kreativität bei der Suche und individueller Kombination der verschiednenen o.g. Möglichkeiten kann die Vereinbarkeit für Familien ermöglicht werden. Das Stresslevel fällt, man hat mehrere Säulen. Alles wird zuverlässiger planbar.

Und das erhöht nachweislich nicht nur die Produktivität sondern auch die Zufriedenheit.

Und wir überstehen damit nicht nur Corona, sondern (er)finden vielleicht eine neue Zukunft der Arbeit.

– Mello Ambassador Anne Rübsam-Rivierre – Gründerin
von dem wunderbaren work’n’kid, Coworking mit Kinderbetreuung